Gespeichert unter: Politik, Satire, Tagesgeschehen | Schlagworte: Amok, Überflutung, BRD, Fest, Herrschaft, Inszenierung, Mythos, Phobokratie, Propaganda, SAART, Satire, Tod, Unterdrückung, Wahnsinn, Winnenden, Zynismus
Winnenden (dissociated press) — Nach den gestern pflichtgemäß absolvierten politischen Aufführung(inn)en zur Nachbereitung des Amoklaufes von Winnenden haben Vertreter(innen) der Berliner Koalition(in) übereinstimmend den/die großen Erfolg(in) und die gewaltsamige Nützlichkeit(in) dieser Maßnahm(inn)en konstatieren müssen. Man/Frau plant, für die Zukunft(in) regelmäßige Amokspiele nach dem/der Vorbild(in) traditioneller Passionsspiele zu stiften, die zur/zum Anlass(in) genommen werden sollen, politische Betroffenheit und Forderung nach weiter gehendem Abbau von Grundrecht(inn)en auf die massenmediale Bühne zu bringen. Diese Spiele sollen fortan jährlich aufgeführt werden, wenn im Jahreslauf(in) ein richtiger Amoklauf ausbleibt. Sie werden von blutrünstigen Bilder(inne)n und feierlichen Nachbereitungen im Kerzenschein(in) geprägt sein, die zur allgemeinen Demonstration(in) der Betroffenheit und politischen Güte verwendet werden sollen. Nach ersten Verlautbarung(inn)en aus Rom zeigt sich auch der Vatikan unter dem deutschen Papst, Seine Scheinheiligkeit Benedikt XVI., von der Idee(in) dieser Stiftung begeistert, sofern im Rahmen der Feierlichkeit(inn)en nicht nur vor Internet, Spielen, Freundschaften und unabhängiger Information(in), sondern auch vor Sex und Verstandestätigkeit(in) gewarnt wird. Wegen dieser konvergierenden Interess(inn)en ist von einer baldigen Errichtung eines derarktigen Schauspieles auf breiter herrschaftlicher Basis auszugehen, das sich in den kommenden Jahrzehnt(inn)en zwanglos in die bestehende deutsche Kultur(in) einfügen wird.
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Offen in diese(r) Nachricht(in), die die Redaktion(in) des ARD-Videotextes für so unermesslich wichtig und mitteilenswert gehalten hat, dass sie Millionen von Zuschauer(inne)n im Videotext präsentiert wurde, bleibt freilich die Frage, welche Klänge denn für die akustische Folter(in) verwendet wurden. War es der Super-GAU der „Volksmusik“, der Mutantenstadl oder einfach nur das normale Fernsehprogramm(in) von ARD, ZDF und ETC. Alle diese Quell(inn)en hässlicher Bilder(innen) und Klänge sind gleicher Maß(innen) dazu geeignet, Angststörungen hervorzurufen — und zwar schon bei Zimmerlautstärke.
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Winnenden (dissociated press): Nachdem Tim Kretschmer, der Amokläufer von Winnenden, mit sechzehn Punkt(inn)en unter großer medialer Aufmerksamkeit einen neuen High Score im in Deutschland immer beliebter werdenden Real-Life-Counterstrike erzielt hat, werden die ersten politischen Konsequenz(inn)en aus den guten Nachrichten für die Einschaltquot(inn)en gezogen. Da es sich nach längerer Erwägung durch so genannte Expert(inn)en als ineffektiv erwiesen hat, zukünftige Amokläufe einfach zu verbieten, verbietet man wenigstens Computerspiele, das Internet, den Konsum von Bier in Sackgassen und das Essen von Brot(innen). Ferner wird es eine Änderung(in) in der StVO geben. Das Verkehrszeichen „Verkehrshelfer(in)“ — früher auch unter der/dem Begriff(in)“Schülerlots(inn)en“ bekannt, wird an die neue Situation(in) der Beschulung(in) in Deutschland angepasst. Ein(e) erste(r) Entwurf(in) des neuen Verkehrszeichens auf allen Schulweg(inn)en liegt exklusiv der/dem PROLLblog(in) vor:
Diese Maßnahm(inn)en werden die/das Gefühl(in) der Sicherheit erhöhen. Die Funktionsfähigkeit(in) der Schüler wird unterdessen durch regelmäßige Gabe von leistungserhaltenden Medikament(inn)en erhalten. Das sind schnelle und mutige politsche Maßnahmen, die unser aller Anerkennung(in) verdienen.

Rom (dissociated press) — In einem persönlichen Schmierzettel räumt Papst(in) Maledikt 666 kleine Pannen und Panninnen im Umgang mit Faschist(inn)en in der hl. röm.-kath. Kirche ein. Zugleich teilt er mit, dass er so weiter machen will. Die gleiche Haltung(in) will er auch gegenüber allen anderem Schwachsinn seiner Sekte einnehmen. Wenn das Zölibat(in) ein Problem(in) ist, werden halt die Priester enteiert. Amen.
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Zitat aus der Welt(in) Online, damit auch Springer(in) und andere Nazis hier zu Wort(in) kommen können:
Aus Enttäuschung über die CDU/CSU wollen viele Unionswähler laut einer Umfrage bei der Bundestagswahl im September gar nicht mehr abstimmen. [...] 14 Prozent wollen beim nächsten Mal die FDP wählen, drei Prozent die SPD. 71 Prozent der Unionswähler wünschen sich von CDU/CSU, im Wahlkampf ihre Wirtschaftskompetenz stärker herauszustellen.
Noch wünschenswerter wäre es allerdingsens, wenn diese besondere, wirtschaftliche Kompetenz(in) nicht nur im Wahlkampf werbend herausgestellt würde, sondern auch die gegenwörtige Politik(in) der CDU/CSU ein bisschen mehr prägte — schließlich regirrt diese Partei(in) doch gerade. Aber dafür müsste sie ja vorhanden sein, die Kompetenz(in).
