Gespeichert unter: Abschwung, Dummheit, Wahnsinn | Schlagworte: BRD, Gaga, Glühlampe, INSM, Schwarz-Geld, Wirtschaftsweise, Wirtschaftswissenschaft, Witz
Frage: Wie viel neoliberale Ideologen, „Wirtschaftsweise“ und Politiker der gegenwärtigen Regierungskoalition braucht man, um eine kaputte Glühlampe zu wechseln?
Antwort: Gar keine. Wenn der Reformprozess entschlossen und unbeirrt fortgesetzt wird und wenn die Glühlampe durch Drosselung der Stromzufuhr weitere Anreize erhält, für ihr Leuchten selbst Verantwortung zu übernehmen, denn wird es durch das Wirken der „unsichtbaren Hand“ von ganz alleine wieder hell. Wenn wir genau hinschauen, leuchtet sie schon wieder ein bisschen. Die Dunkelheit der Krise wird in Kürze überwunden sein.
Gespeichert unter: Abschwung, Satire, Tagesgeschehen, Weltknall | Schlagworte: Microsoft, Twitter, Windows, Windows 7
Redmond (dissociated press) — Microsoft, Garant(in) für popoläre und qualitative Software, bietet zusammen mit dem/der Verkauf(in) von Windows 7 eine(n) völlig neue(n) Dienst(in) für die damit geplagten AnwenderInnen an. Diese können sich nun Hilfe über Twitter(in) holen.
Die dabei eingesetzte Technik(in) ist geradezu revolutionär. Wie aus Programmiererkreisen der Redmonder Softwareschmiedin verlautbarte, wurde eigens ein(e) System(in) mit künstlicher Intelligenz(in) bezüglich typischer Windows-Probleme erstellt, das automatisch die passenden Antworten und Antwortinnen an den Nutzer gibt. Es handelt sich um ein relativ kurzes, in IronPython erstelltes Skript, das auf jede Nutzer(innen)-Anfrage die Antwort „Just reinstall your Windows 7 from scratch. Thank you for buying Microsoft products.“ gibt. Mit dieser universellen Kur(in) für nahezu alle Probleme und Probleminnen glaubt man in Redmond, dass auch die Beschränkung(in) auf 140 Zeichen kein Hindernis mehr für einen modernen, der Firmenphilosophie von Microsoft(in) entsprechenden Support ist.
Eine großartige Idee(in), mit der das Web 2.0 völlig neue(n) Schwung(in) bekommen wird!
Gespeichert unter: Brschloch, Satire, Tagesgeschehen, Weltknall | Schlagworte: BRD, Abmahnung, Jack Wolfskin, Tatze, Pfote, Fährte, Markenrecht

Wir sollten alle viel dankbarer dafür sein, dass es so viele Brschlöcher auf dieser Welt gibt, die sogar den verrottesten Charakter noch wie einen von Nächstenliebe erfüllten Heiligen aussehen lassen. Jack Wolfskin zum Beispiel. Das ist so eine kleine Firma, die allerhand Kleidungsstücke herstellen, von denen sie behaupten, dass sie besonders gut für „Outdoor“ geeignet seien — als ob man nicht mit jedem Kleidungsstück vor die Türe gehen könnte. Aber nein, die meinen mit „Outdoor“ natürlich etwas anderes. Die meinen, dass man sich damit draußen in irgendeiner Wildnis herumtreiben kann, umgeben von Wetter und allerlei Gefahr, so richtig frei wie ein Campingkocher mit einer Dose Ravioli drauf.
So etwas verkauft sich natürlich dem Städter gut. Und damit der Käufer auch jedem zeigen kann, was er für ein total toffer Naturbursche ist, muss man natürlich auch erkennen, dass das Klamotten für total toffe Naturburschen sind, sonst könnte der Käufer ja auch etwas anderes kaufen. Deshalb haben die Leute von Jack Wolfskin da ein Symbol draufgestempelt, dass nach total echter Natur aussieht, so ein Abbild einer Wolfspfote.
So weit, so gut. Die stempeln ihre Wolfspfoten auf irgendwelche Klamotten, und irgendwelche Leute kaufen das Zeugs dann, ziehen es sich an und halten sich für eine Präsentation von total toffen Naturburschen und nicht für Idioten, die damit ihren geistlosen Markenfetisch demonstrieren, wenn sie damit ihren Sechserträger Bier Marke „Odelskrone“ kaufen. Alle sind zufrieden.
Aber leider gibt es da ein Problem. So ein Pfotenabdruck ist ja doch ein zu hübsches Symbol, das auch gern mal von anderen Leuten verwendet wird. Zum Beispiel von ein paar bastelnden Hausfrauen. Die haben zwar Katzenpfötchen genommen, aber das könnte jemand nach dem dritten Sechser Odelskrone ja mit dem markanten Imprint eines Wolfes verwechseln, wenn er gerade mal seine Brille nicht zur Hand hat — so haben wohl die Anvergewälte im Auftrage von Jack Wolfskin gedacht. Und dann haben sie flugs ihre Abmahnschriebe nebst Kostennote in der Größenordnung von 1000 Euro aus Textbausteinen zusammengesetzt und abgeschickt.
War nur leider schlecht fürs Marketing, das sieht sogar ein Brschloch des Monats ein. Das mit den bastelnden Hausfrauen kommt nicht gut an und entfacht einen regelrechten Sturm der Solidarität im Internet, da muss man schnell was tun. Zum Beispiel auf die Forderung verzichten und so eine halbherzige Entschuldigung raushauen.
Das heißt aber noch lange nicht, dass man den inhärenten Schwachsinn der eigenen Brschlochhaftigkeit eingesehen hätte — nein, das heißt es nicht. Es gibt da so ein paar Schwuppen¹, die machen einen mit Bärentatzen. Diese Tatzen sehen zwar völlig anders aus und irgendwie sind die Zahlen vier und fünf auch ein bisschen verschieden, aber so ein Kleinkram kümmert einen Abmahnanwalt in der BRD gar nicht. Alles, was irgendwie so aussieht wie die natürliche Form eines Pfotenabdruckes, soll zur „corporate identity“ von Jack Wolfskin gehören und anderen verboten werden — zumindest innerhalb der Europäischen Union, die eine solche Totalenteignung von Symbolen, Formen und Wörtern zu Recht erklärt, scheiß auf jede Freiheit von Meinung, Leben und Kunst. Und das muss ein richtiges Brschloch eben nutzen, bis zum bitteren Ende nutzen.
Und damit die Brschlöchereien noch ein pisschen weiter gehen können, beschränkt sich der Markenanspruch auf beliebig geformte Tatzen- und Pfotenabdrücke keineswegs auf Kleidung, sondern erstreckt sich unter anderem auf Soziale Dienstleistungen, Druckereierzeugnisse, Christbaumschmuck (!), Chirurgische Instrumente (wichtig für die fachgerechte Outdoor-Amputation mit einem Jack-Wolfskin-Klappspaten, inoffiziell auch „Letzte Hilfe“ genannt), Luftfahrzeuge (so ein Flugzeug ist ja auch meistens „Outdoor“) und — gaaanz wichtig — auch für Juristische Dienstleistungen. Gerade für letztere hat Jack Wolfskin jetzt auch eine besonders gute und breitenwirksame Werbung gemacht, welche die totale Merkbefreiung und Skrupellosigkeit ins rechte Licht rückt.
Ob das wohl bald mehr einbringt als das bisherige Kerngeschäft?
¹ Die Bezeichnung „Schwuppe“ ist zumindest in meinem Umfeld nicht als Beleidigung üblich, und ich habe dieses Wort in keiner Weise beleidigend gemeint.
Gespeichert unter: Abschwung, Armut, Bilder, Brschloch, Dinge, Diverses, Dummheit, Gebloggtes, Krank, Lesebefehl, Politik, Propaganda, Realsatire, Religion, Satire, Sex, Tagesgeschehen, Unsinn, Unwelt, Video, Wahnsinn, Weltknall | Schlagworte: Bundeskabinett, Jung, Merkel
Ach, Kanzler(in) Merkel(in), wie soll man mit dir(in) als Kanzler(in) denn noch Satir(inn)en schreiben, wenn du dein tolles Grusel(in)kabinett(chen) so lachhaft vorstellst?
Was Jung nun zum Arbeitsminister qualifiziere?, wird Merkel in der Pressekonferenz gefragt. Der Kanzlerin fällt spontan keine Antwort ein. „Das ist der, äh, …“ Sie schüttelt entnervt den Kopf. Plötzlich wirkt sie müde und abgespannt – und ringt sich dann zu ein paar dürren Sätzen durch: Jung sei ein Mann mit großen und breiten Erfahrungen und genau die brauche man im Arbeitsministerium. Er sei „fachlich“ und „menschlich“ dazu in der Lage, dieses Amt „mit Leben zu füllen“.
Ein pisschen besser hättest Du dich schon vorbereiten können und dir ein baar schöne Sätz(inn)e(n) zurechtlegen können. Zum Beispiel etwas wie „Jung ist ein Mann von großer Erfahrung, der sich schon bislang durch keine noch so klaffende Inkompetenz an seiner Verwendung auf einem Posten in der Bundesregierung hat hindern lassen. Genau so einen brauche ich jetzt im Arbeitsministerium, denn Ministerien habe ich ja, und die Arbeit wird nicht von allein wieder von Maschinen auf Menschen zurückverlagert werden. Er ist fachlich und menschlich durchaus in der Lage, die Arbeitsleistung von Menschen noch billiger zu machen und die Menschen durch Verarmung noch williger zu machen; er ist geübt darin, Gewalt gegen Menschen mit Schönsprech zu kaschieren; er ist genau der Richtige, dieses Amt mit Leben zu füllen, während Deutschland weiterhin krepiert.“
Nur mal so als kleiner Tipp(in) von den Satireexperten des PROLLblog, damit du es beim nächsten Mal(in) besser machst…
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Na, ist doch klar: „CDU“!

Na, erinnert sich noch jemand an Wolfgang Schäuble (CDU) oder Ursula von der Leyen (CDU)?
Gespeichert unter: Bilder, Dummheit, Politik, Satire, Tagesgeschehen | Schlagworte: Google SMS, Kompetenz, Zypries

Gespeichert unter: Dummheit, Politik, Realsatire, Video | Schlagworte: Fremdschämen, Inkompetenz, Internet, Justizministerin, Realsatire, Zypries
Brigitte „Was war nochmal ein Browser“ Zypries erklärt uns allen den neuesten Google-Dienst namens Google-SMS. Die muss sich wirklich gut vorbereitet haben auf diesen Auftritt, denn das Geheimnis dieses tollen Dienstes hat sich für mich noch gar nicht gelüftet. In der neuen Regierung sollte man ihr einfach das Ministerium für Volksbelustigung und Inkompetenz überlassen, damit sich diese wichtige Kompetenz nicht auf alle möglichen Ministerien verteilt…
Angela Merkel ist nach kurzem Todeskampf gestorben.
Und sie erlebt eine riesen Überraschung. Als Naturwissenschaftlerin hatte sie eigentlich damit gerechnet, dass die Bewusstseinsfunktionen aufhören. Aber statt dessen befindet sie sich plötzlich außerhalb ihres Körpers, schwebt ein wenig über sich, schaut sich von außen an. Doch in ihrem Zimmer eröffnet sich ein Tunnel, an dessen Ende ein helles, aber nicht blendendes buntweißes Licht zu sehen ist. Da hat sie genug von ihrem eigenen Anblick und schwebt durch diesen Tunnel.
Und am anderen Ende des Tunnels steht sie vor Petrus. Und der sagt ihr: „Angela, du hast ja doch so eine leidlich christliche Politik gemacht, und deshalb kannst du dir aussuchen, ob du lieber in den Himmel oder in die Hölle möchtest.“
Da bricht gleich wieder die Naturwissenschaftlerin in Frau Merkel durch, und sie sagt: „Petrus, du weißt doch, dass ich ein skeptischer Mensch bin. Bevor ich so eine schwerwiegende Entscheidung treffe, brauche ich noch ein paar Informationen.“
Und Petrus sagt: „Kein Problem, Angela. Hier sind zwei Türen. Die eine geht in den Himmel, die andere geht in die Hölle. Schau es dir einfach an.“
Mit einem schnippischen „Bis gleich!“ geht Angela Merkel in den Himmel. Sie befindet sich in einem weiten, hellen und warmen Raum, in dem überall freundliche und offenbar völlig zufriedene Menschen sind, die meistens singen und sie gar nicht weiter beachten. Die Luft ist erfüllt von köstlichen Düften. Da sagt sie sich, dass sie es hier schon aushalten könnte, wenn es auch ein bisschen langweilig ist.
Und wegen dieser Langeweile beschließt sie, auch einen Blick in die Hölle zu tun. Kaum macht sie die Tür zur Hölle auf, sieht sie lauter vertraute Gesichter an einem großen Tisch sitzen, sechzig Jahre Bundespolitik und Wirtschaftslobbyismus. Es wird gegessen, geredet, getanzt; die Stimmung ist ausgelassen und Angela wird sofort von zwei besonders üblen Wirtschaftsverbrechern willkommen geheißen, die mit einer Champagnerflasche winken.
Der Entschluss von Angela Merkel war völlig klar. Sie geht noch einmal raus und sagt zu Petrus: „Ich will in die Hölle“. Dann geht sie wieder rein und hört noch, wie die Tür hinter ihr abgeschlossen wird und sieht, wie diese Tür zu verschwinden beginnt.
Dann erst kann sie richtig in der Dunkelheit sehen. Das Fest ist verschwunden, stattdessen befindet sie sich in einer trostlosen, einsamen Wüstenlandschaft. Der Sand brennt unter ihren Füßen, aber der Rest des Körpers friert erbärmlich. Vor ihr ein stinkender See aus Eiter und Exkrementen, und sie hofft, dass sie davon nicht trinken muss, aber spürt sofort an ihrem Durst, dass sie vergebens hofft. Da schreit sie in Richtung der Tür: „Hey, Petrus, du Betrüger! Als ich hier eben reingeschaut habe, da sah das aber alles noch ganz anders aus.“
Und sie hört aus der Richtung der Tür die Stimme von Petrus: „Das war ja auch vor der Wahl“…