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Ach, Kanzler(in) Merkel(in), wie soll man mit dir(in) als Kanzler(in) denn noch Satir(inn)en schreiben, wenn du dein tolles Grusel(in)kabinett(chen) so lachhaft vorstellst?
Was Jung nun zum Arbeitsminister qualifiziere?, wird Merkel in der Pressekonferenz gefragt. Der Kanzlerin fällt spontan keine Antwort ein. „Das ist der, äh, …“ Sie schüttelt entnervt den Kopf. Plötzlich wirkt sie müde und abgespannt – und ringt sich dann zu ein paar dürren Sätzen durch: Jung sei ein Mann mit großen und breiten Erfahrungen und genau die brauche man im Arbeitsministerium. Er sei „fachlich“ und „menschlich“ dazu in der Lage, dieses Amt „mit Leben zu füllen“.
Ein pisschen besser hättest Du dich schon vorbereiten können und dir ein baar schöne Sätz(inn)e(n) zurechtlegen können. Zum Beispiel etwas wie „Jung ist ein Mann von großer Erfahrung, der sich schon bislang durch keine noch so klaffende Inkompetenz an seiner Verwendung auf einem Posten in der Bundesregierung hat hindern lassen. Genau so einen brauche ich jetzt im Arbeitsministerium, denn Ministerien habe ich ja, und die Arbeit wird nicht von allein wieder von Maschinen auf Menschen zurückverlagert werden. Er ist fachlich und menschlich durchaus in der Lage, die Arbeitsleistung von Menschen noch billiger zu machen und die Menschen durch Verarmung noch williger zu machen; er ist geübt darin, Gewalt gegen Menschen mit Schönsprech zu kaschieren; er ist genau der Richtige, dieses Amt mit Leben zu füllen, während Deutschland weiterhin krepiert.“
Nur mal so als kleiner Tipp(in) von den Satireexperten des PROLLblog, damit du es beim nächsten Mal(in) besser machst…
Gespeichert unter: Abschwung, Armut, Bilder | Schlagworte: An die Leser, Betteln, BRD, Bullshit, Contentindustrie, Die Grünen, Geld, Geschwätz, Hartz IV, Heiterkeit, Journaille, Kälte, Marketing, Massenmedien, Medien, Meudalismus, Offener Brief, Politik, Politikverdrossenheit, Reklame, Unterhaltung, Vodafone, Wahl, Wahlkampf, Wahlwerbung, Web, Werbung, Werkmissbrauch, Zeit, Zynismus
Ich begrüße es ja, dass ihr mich für würdig befindet, eine meiner unter Piratenlizenz veröffentlichten Satiren an erster Stelle in eure mit massiver Vodafail-Reklame vergällte Klickstrecke einzubauen, und ich bin sogar so herrgottsblöd, dass ich diese Erwähnung durch staubseriöse Printmedien für den Anfang eines unvergänglichen, immerwährenden Ruhmes halte…
…aber zwei Dinge sind in eurem Qualitätsjournalismus (ja, der hat eine bestimmte Qualität) mal wieder so richtig gruselgrottig mies recherchiert worden und seien hier kurz richtig gestellt:
- Auf meinem Linux gibt es kein Photoshop. Und auch kein anderes Produkt von Adobe. Wenn es das gäbe, könnte ich mir das vom Betteln auch nicht leisten. Aber ich würde es auch nicht wollen. Das englische Wort „Adobe“ meint zu Deutsch einen ungebrannten Lehmziegel, so etwas ist vielleicht für die Architektur in der Wüste geeignet, aber nicht für die BRD-typische, klamme und feuchtkalte Witterung.
- Ich bin kein Wähler.
Das nächste Mal bitte etwas gründlicher arbeiten und nicht nur in Umsonstmentalität und mit €-Zeichen in den Augen irgendeine Klickstrecke für den Reklame-Transport zusammenfummeln.
Ach ja: So ein kleiner Backlink wäre auch nett gewesen. Jedenfalls netter als die in diesem Kontext überreich dargebotenen Links auf die vorderste Front der vorauseilend gehorsamen Internetzensur in der BRD, die sich mit dem Namen „Vodafone“ verbindet.
[Dank an den Dwarslöper -- Mehr Satirisches zur Wahl gibts bei Flickr]

Der/die PROLLblog(in) wünscht allen Lesern ein rohes „Fresst!“ und auch im neuen Jahr den angemessenen Zynismus gegenüber den alten Zuständen.
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Dissociated Press — Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Abschwung in Deutschland als „großartige Erfolgsgeschichte“ bezeichnet. Die Grundlagen habe Altbummskanzler Gerhard Schröder mit seinem Programm „Vertröstung in das Jahr 2010″ gelegt. Der Abschwung sei das Ergebnis von „harter Arbeit“ und sinkenden Löhnen, in der Folge geht es dem Land und seiner Wirtschaft jetzt viel besser als seinen Einwohnern. Und darauf kommt es ja an.
Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen verlautbarte, dass die Kanzlerin bereits den „Zehnjahresplan 2020″ aus der Schublade gezogen habe. Er beinhalte neben der Einführung der Sieben-Tage-Woche bei vollem Lohnverzicht die Abschaffung der Sozialleistungen und die Streichung des Rechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Die Kanzlerin zu diesen Informationen des PROLLblogs: „Das sind Maßnahmen, die für die Konkurrenzfähigkeit Deutschland auf einem globalisierten Fleischmarkt unabdingbar sind. Wir wahren selbstverständlich unser christliches und wertkonservatives Menschenbild, wenn wir es für die Wahlwerbung brauchen.“

