PROLLblog


Die jüngste Realsatire

Ach, Kanzler(in) Merkel(in), wie soll man mit dir(in) als Kanzler(in) denn noch Satir(inn)en schreiben, wenn du dein tolles Grusel(in)kabinett(chen) so lachhaft vorstellst?

Was Jung nun zum Arbeitsminister qualifiziere?, wird Merkel in der Pressekonferenz gefragt. Der Kanzlerin fällt spontan keine Antwort ein. „Das ist der, äh, …“ Sie schüttelt entnervt den Kopf. Plötzlich wirkt sie müde und abgespannt – und ringt sich dann zu ein paar dürren Sätzen durch: Jung sei ein Mann mit großen und breiten Erfahrungen und genau die brauche man im Arbeitsministerium. Er sei „fachlich“ und „menschlich“ dazu in der Lage, dieses Amt „mit Leben zu füllen“.

Ein pisschen besser hättest Du dich schon vorbereiten können und dir ein baar schöne Sätz(inn)e(n) zurechtlegen können. Zum Beispiel etwas wie „Jung ist ein Mann von großer Erfahrung, der sich schon bislang durch keine noch so klaffende Inkompetenz an seiner Verwendung auf einem Posten in der Bundesregierung hat hindern lassen. Genau so einen brauche ich jetzt im Arbeitsministerium, denn Ministerien habe ich ja, und die Arbeit wird nicht von allein wieder von Maschinen auf Menschen zurückverlagert werden. Er ist fachlich und menschlich durchaus in der Lage, die Arbeitsleistung von Menschen noch billiger zu machen und die Menschen durch Verarmung noch williger zu machen; er ist geübt darin, Gewalt gegen Menschen mit Schönsprech zu kaschieren; er ist genau der Richtige, dieses Amt mit Leben zu füllen, während Deutschland weiterhin krepiert.“

Nur mal so als kleiner Tipp(in) von den Satireexperten des PROLLblog, damit du es beim nächsten Mal(in) besser machst…



Undichte Stelle in CDU-Zentrale vermutet
25. September 2009, 01:37
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Undichte Stelle in CDU-Zentrale vermutet

Eine undichte Stelle nur? Da bin ich aber besser informiert als DerWesten, denn ich weiß, dass die in der CDU-Zentrale alle nicht ganz dicht sind.



Zupacken
14. August 2009, 03:34
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Wenn diese(s) Testbild(in) der SPD namens Frank-Walter Steinmeier(in) mit seinem intensiv antrazitgrauen Sacko und seinem leicht stumpfig wirkenden Buchhalter(innen)blick — der in Wirklichkeit der Blick eines Juristen ist — von den in diesem Jahr besonders hoch aufgehängten, kleinen Plakaten auf die so umworbenen Wähler(innen) herunterschaut, und wenn darunter etwas vom „Zupacken“ steht, denn ist das ungefähr so glaubwürdig, als würde Wolfgang Schäuble im Rollstuhl(in) sitzend mit Leichtathletik werben.

Der Vorübergehende, der eine Straße langgeht und alle fünfzehn Meter(innen) von einem solchen Plakat verhöhnt wird, fragt sich unwillkürlich, was die Werber der SPD wohl von Beruf sein mögen.



Experten rätseln über Konjunktur

Experten rätseln über Konjunktur - Frankfurt/Main (AP). Die Einschätzung der Experten über die weitere konjunkturelle Entwicklung gehen auseinander: Während der Versicherungskonzern Allianz mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung der Konjunktur im zweiten Halbjahr rechnet, warnten die Chefökonomen von Deka- und Commerzbank vor verfrühter Euphorie. DIW-Chef Klaus Zimmermann sieht derweil eine Chance auf Stabilisierung und langsame Erholung. Es mehrten sich weltweit die positiven Signale, sagte der Präsident des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung der Neuen Osnabrücker Zeitung. Manche Indikatoren zeigten eine wirtschaftliiche Erholung an.

Frankfurt/Main (dissociated press) — Die Einschätzug(in) der Expert(inn)en über die weiteren Möglichkeiten zur Menschauspressung und Gewinnabschöpfung gehen auseinander. Während der Wettanbieter Allianz vor der bevorstehenden Wahl(in) zum Deutschen Reichstag(in) mit einer deutlichen Aufwärtsbewegung(in) rechnet und dies auch in die Mikrofone verkündet, warnten die Chefastrologen von Deka- und Commerzbank vor verfrühter Euphorie. Der berühmte Mentalist(in) Klaus Zimmermänn(in) sieht derweil über sein ausgelegtes Tarot gebeugt durchaus eine Chache auf Stabilisierung und langsame Erholung(in). Es mehrten sich weltweit die positiven Signal(inn)e(n), sagte der Präsident des Deutschen Institutes für Wünschelrutengehen der Neuen Osnabrücker Zeitung. Manche Medien sprechen schon von einer wirtschaftlichen Erhohlung, und auch das Pendel über den Börsencharts deutet auf mögliche Möglichkeiten einer Fortsetzung des großen Grabsches.



AFP: Keine Phisher
28. Mai 2009, 17:52
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Wahr ist, dass die Fließband-Nachrichten-Formulierer(innen) von AFP gerade Angst und Schrecken in der deutschen Bloggosphäre verbreiten, indem sie solche Meldungen in die Journaille drucken lassen: „[...] Die Nachrichtenagentur AFP geht in Deutschland massiv gegen Tausende von Text-Dieben vor. Mehr als 10.000 Verstöße gegen das Urheberrecht hat AFP mit Hilfe einer Spezial-Software ermittelt – jetzt droht Sitebetreibern, Bloggern und sogar AFP-Kunden Ungemach[...]„

Unwahr ist hingegen, dass morgen schon ein ganzes Anwaltsbüro bei AFP mit einer Hand am Abmahungsdrucker und der anderen Hand an Google arbeiten wird, um den Suchbegriff „Die Nachrichtenagentur AFP geht in Deutschland massiv gegen Tausende von Text-Dieben vor. Mehr als 10.000 Verstöße gegen das Urheberrecht hat AFP mit Hilfe einer Spezial-Software ermittelt – jetzt droht Sitebetreibern, Bloggern und sogar AFP-Kunden Ungemach“ in deutschen Blogs wiederzufinden.

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Katzenbild
24. April 2009, 16:56
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Katzenbild

Mit Gruß an das Parteibuch, das vollgeklebt mit Katz(inn)enbildern jeden Tag seine Leser(innen) beglück(in)t.



Die Zukunft von „Der/Die Spiegel(in)“
5. April 2009, 22:56
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Schon immer war es aufmerksam(inn)en Beobachter(inne)n des so genannten „Nachrichtungsmagazines“ klar, dass es steil bergab geht, seit dieser Bildzeitung für Besserverdienende namens Focus(sin) Konkurrenz gemacht werden sollte. Aber dass der/die Spiegel(in) einmal so weit in die Scheiße sacken würde, das überrascht selbst den/die hartgesottene(n) Würdiger(in) des täglichen Bullshits:

Reklame für den Spiegel in MySpace: Kleb dir die Spiegel-Schlagzeilen ins Profil

Da soll man/frau sich jetzt also die Schlachtzeil(inn)en des Spiegel in sein/irr blinkendes, dröhnendes, ungenießbares MySpace-Dingens(in) setzen. Das will das ehemalige Nachrichtungsmagazin wirklich! Dafür schalten die extrafette Reklame auf der Startseite von MySpace. Dafür geben die sogar noch Geld aus. Denen müssen die Felle aber wegschwimmen, das sie zu einer solchen virtuellen Verschrottung bereit sind.

Früher war das besser, da konnte man die totgedruckten Bäume einfach an die/den Nagel(in) aufs Klo hängen. Von der Wirkung(in) her ist das genau so, als wenn dieser Qualjournalismus massenhaft und billig in die MySpace-Profile gekleistert wird.



Papst Benedikt gibt Fehler zu
12. März 2009, 07:47
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Papst gibt Fehler im Umgang mit Pius-Brüdern zu - In einem persönlichen Schreiben an die katholoschen Bischöfe räumt Papst Benedikt XVI Pannen im Umgang mit der traditionalisitschen Pius-Bruderschaft ein. Zugleich rechtfertigt er seine versöhnliche Haltung.

Rom (dissociated press) — In einem persönlichen Schmierzettel räumt Papst(in) Maledikt 666 kleine Pannen und Panninnen im Umgang mit Faschist(inn)en in der hl. röm.-kath. Kirche ein. Zugleich teilt er mit, dass er so weiter machen will. Die gleiche Haltung(in) will er auch gegenüber allen anderem Schwachsinn seiner Sekte einnehmen. Wenn das Zölibat(in) ein Problem(in) ist, werden halt die Priester enteiert. Amen.