PROLLblog


Pfui, wie pervers! by 124c41
17. November 2014, 20:43
Filed under: Bilder, Realsatire, Sex, Tagesgeschehen | Schlagwörter: , , , , ,

Schlagzeile Heise Online: Britischer Pornofilter wird um Terror-Propaganda erweitert -- Manche Leute haben aber auch komische Vorlieben...

Advertisements


Journalismus gucken, eine kleine Anleitung by 124c41
11. September 2014, 13:39
Filed under: Satire, Sex, Unsinn | Schlagwörter: ,

Wenn man etwas wissen will, darf man sich nicht schämen, sondern geht ins Internet. Da findet man den vernünftigsten Journalismus, den es je gab. Er kostet nichts, und man kann ihn auf dem eigenen Bildschirm sehen. Man gibt etwas mit der Partikel „news“ in die Adresszeile ein und wird nicht gefragt, ob man auch Verstand hat. Es gibt keine Knöpfe für „Ja“ und „Nein“. Das ist einfach. Journalismus ist jetzt für jeden zugänglich.

Zuerst kommt man an eine Oberfläche, die wie eine unsortierte Briefmarkensammlung aus Werbeeinblendungen aufgebaut ist. Ein Gewimmel von unerwünschter Information. Keine Seite wirbt mit der Warnung: Achtung, Sie könnten hier jemanden entdecken, den sie kennen! Von Amateuren erstellte und somit kostenlose Videos und Fotos sind nämlich eine der beliebtesten Einrichtungen des Internets. Das gilt für Katzenfilme genau so wie für Schnappschüsse von Nanoprominenten und anschauliche Abrisse der europäischen Geschichte. Man sieht also häufig ausgesprochen belangloses Zeug unter dem seriös anmutenden Titel einer Zeitung. Bei der Entscheidung, welche Information man anklickt, helfen Bilder und Schlagwörter. Wie man auf diesen Sturm der expliziten Volksverdummung reagiert, kann man leider nicht nach Geschmack oder politischen Erwägungen entscheiden, es geht reflexhaft vor sich, wie sonst nur beim Anblick blutiger Verletzungen. Die Figuren in den journalistischen Darstellungen sehen verhältnismäßig unerschrocken aus und sind mehr als nur ein bisschen fad, was den Verdacht erweckt, dass sie professionelle Lügner sind, die nur eine Fassade vor der Macht- und Gewaltausübung darstellen. Glaubwürdigkeit spielt für die Wirkung des Journalismus aber keine Rolle, sondern „Echtheit“. Voyeurismus ist das stärkste Motiv.

Früher war es journalistischer Standard, den Lesern Gründe vorzugeben, warum eine bestimmte Politik stattfindet, indem einer gespielten Rahmenhandlung der Akteure Raum in der Berichterstattung gegeben wurde. Dazu hatten die Akteure meist kein Talent. Es war lächerlich und geht im Internet-Journalismus schon deshalb nicht, weil er kurz und schnell sein muss. Ihm werden oft nur vier bis zwanzig Minuten Betrachtungszeit gewidmet. Ideal für die Aufmerksamkeitsspanne, die man bei der Internetnutzung aufbringt. Das muss reichen, um scheinbar alle Kombinationen politischer Handlungsmöglichkeiten durchzugehen und mit dem money shot der alternativlosen politischen Entscheidung zu enden, gleich ob Krieg im Ausland oder Verarmung daheim. So wird die Konzentration effektiv ausgerichtet. Der Journalismus ist der ideale Content für das Internet, und erst im Internet findet der Journalismus ganz zu sich selbst. Denn er ist zur rhetorischen Pimmelkauerei gemacht, und es passiert jetzt inhaltlich nichts mehr, was davon ablenken würde. Außerdem bringt das Internet den Journalismus dahin, wo sonst selbstständiges Denken stattfinden sollte: nach Hause und dank „social media“ direkt in die menschliche Kommunikation hinein.

[…] Auf der Grundlage des Artikels, den man zuletzt geöffnet hat, bekommt man weitere Empfehlungen. Die Redundanz und die scheinbar unendliche Menge sind hypnotisierend. Man klickt und sieht sehr viele „wichtige“ Figuren aus der Welt der Herrschenden und Besitzenden. Man sieht nicht mehr, dass man selbst noch etwas tun könnte, um die gesellschaftlichen Umstände seines Lebens zu ändern. Ein so breites Unwissen über die Möglichkeiten des Menschen könnte man mithilfe der althergebrachten Verdummungsmethoden nur schwer erlangen. Aber hier darf man die Politdarsteller so sehen, wie sie es in Pressefotos und „autorisierten Interviews“ gern haben, und das bleibt stets unantastbar und gottgleich fern, so dass man langsam abstumpft. Es sei denn, dass man sich für eine eigene politische Karriere entscheidet, dass man sein Gewissen und alle guten Absichten fortwirft, um sich als einer der vielen Asozialen zu fühlen, die nach Herrschaft über andere Menschen streben. Dabei passiert etwas Abstraktes. Journalismus erinnert plötzlich daran, dass man seinen politisch werdenden Nutzkörper mit großer Disziplin führen muss, damit er für die journalistische Aufbereitung taugt.

Es mag eine bizarre Assoziation sein, dass unsere Verdauung und unser Journalismus aus dem selben Körper hervorquellen, dessen Bedürfnisse wir von Experten überwachen und beurteilen lassen. In der professionellen Ratgeberliteratur für Journalisten wird zum Bespiel dringend zur regelmäßigen rhetorischen Pimmelkauerei angehalten, dem Zweck des Journalismus. Der Erguss eines menschenverachtenden Redeschwalls führt zu einem Volk, das folgt, und ein Journalismus, an dem nur billig eingekaufte, sich für wichtig haltende Schreibtischtäter beteiligt sind, wird als nützliche Scheindemokratie aufgefasst, solange sie dazu beitragen.

Peinlich nur, dass ein Motiv aus dem Journalismus nicht zu tilgen ist: Das der Unfreiwilligkeit. Die Überrumpelung und Erpressung, die psycho-physische Grobheit, mit der politisch zu Werk gegangen wird, spotten der scheinbaren Objektivität der Journalisten. Das Wahrnehmen dieses Widerspruchs zeugt vom letzten Rest der unpolitischen Neigung des Freiheitswillens, sich grobe Manipulation und journalistische Lüge als etwas Seltenes, Unwahrscheinliches zu wünschen.

Oder so ähnlich… [Dauerhaft archivierte Version des umgedichteten Artikels auf Zeit Online]



Wichtige Fragen beim Orgas-Müssen by 124c41
8. August 2014, 01:45
Filed under: Bilder, Sex | Schlagwörter:

Schlagzeile Bild Online -- Die Expertenrunde: Können auch Männer einen Orgasmus vortäuschen?



Parteien zur Europawahl by 124c41

Europakarte mit dem Wort 'Arsch' in der jeweiligen Landessprache -- Es ist egal, wie sich die Partei nennt. Hinten kommt doch nur Scheiße raus. Am 25. Mail 2014 ist Europawahl. Lassen sie sich nochmal von uns bescheißen! Danke! Ihre Parteien zur Europawahl.



Wahr und unwahr by 124c41
17. März 2014, 18:48
Filed under: Realsatire, Satire, Sex, Wahnsinn | Schlagwörter: , ,

Wahr ists, dass Sebastian Edathy (SPD), der sich bekanntlich dabei erwischen ließ, von einem kanadischen Pornohändler Nacktfotos von Kindern gekauft zu haben, sein Interesse an derartigem Bildmaterial in einen bis in die Antike zurückgehenden historischen Kontext künstlerischer Aktdarstellungen gestellt hat.

Unwahr ists hingegen (noch), dass sich Sebastian Edathy (SPD) angesichts der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen bereits mit dem unschuldig hingerichteten Jesus aus Nazaret verglichen hätte.



Sebastian Edathy: Entwarnung by 124c41
18. Februar 2014, 17:34
Filed under: Politik, Propaganda, Satire, Sex, Tagesgeschehen | Schlagwörter:

Berlin dissociated press — Der Skandal um die mutmaßlichen kinderpornografischen Bilder auf dem Computer von Sebastian Edathy (SPD) hat sich überraschend aufgeklärt. Wie aus für gewöhnlich völlig uninformierten Kreisen verlautbart, handelt es sich beim fraglichen Bildmaterial zum einen um Kinderfotos in allen möglichen Posen, die von perversen Eltern auf das bekannte Internet-Pädophilennetzwerk „Facebook“ hochgeladen wurden, und zum anderen um eingescannte Familienalben. Der „klare Bezug zu den Genitalien“ besteht vor allem darin, dass die meisten Kinder Genitalien haben und diese nicht verstecken.

Mit einer Rehabilitation Sebastian Edathys ist nicht zu rechnen. Ein Vertrauter Edathys hat angedeutet, dass der SPD-Innenpolitiker sich zurzeit im Iran aufhalte und beabsichtige, dort um politisches Asyl zu bitten. Entsprechende Andeutungen Edathys werden mit den Worten „Es ist eine Wohltat, in einem Land zu leben, in dem man nicht durch eine restriktive Moral unterdrückt wird“ zitiert. Die Spitzen aller politischen Parteien sind mit dem Verlauf der Edathy-Affäre hochzufrieden, weil es sich um eine willkommene Ablenkung der Bevölkerung von der bestehenden und demnächst ausgeweiteten anlasslosen Überwachung aller Menschen in der BRD handelt, die leicht mit üblichen Propaganda-Mitteln in eine Rechtfertigung umgewandelt werden kann.

Weniger gut informierte Kreise rechnen damit, dass in Kürze Innenpolitiker aller Fraktionen (außer der Linken Gefahr) unter Bezugnahme auf den Fall Edathy mit den Worten „Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein“ eine Ausweitung der Überwachung, eine Verwendung des digitalen Identitätspasses für jede Computernutzung, den zwangsweise auf jedem Computer installierten Bundestrojaner 2.0 (Arbeitsname des Projektes: Adlerauge) und die Ausweitung der Audio- und Videoüberwachung durch intelligente, autonome Bundesdrohnenschwärme fordern werden. Die interne Parole „Wenn dadurch auch nur das Betrachten eines einzigen Kinderfotos verhindert wird, ist es diesen kleinen, kaum merklichen Eingriff wert“ wurde bereits von Kriegsministerin Urinal von der Leyen ausgegeben, nachdem sie in ihr Tagebuch von 2009 schaute. Der politische Erfolg der Affäre Edathy ist — trotz der aktuellen Entwarnung — nicht aufzuhalten.



Wahr und unwahr by 124c41
13. Dezember 2013, 19:18
Filed under: Satire, Sex, Tagesgeschehen | Schlagwörter: , , , ,

Wahr ists, dass Facebook, der, die oder das Netzwerk(in) für alle Menschen und Menschinnen, die sich nur noch per Knospung vermehren wollen, jedes Bild rauszensiert, dass so etwas Stinkendes, Widerwärtiges, Gottloses, Unerträgliches und Ekelhaftes wie eine Brust zeigt — und handele sich auch um ein eher medizinisches Bild aus einer ZDF-Dokumentation.

Unwahr ists hingegen, dass Facebook blutige, geschmacklose Folterbilder von Jesus am Kreuze zensieren würde. Dies wird so lange nicht geschehen, wie der Lattenjupp dabei seinen Penis und seine Hoden mit einem Tuche bedeckt.

Als besonderer Service für alle Leser, die den Text bis hierher ausgehalten haben: Ein Link auf das große PROLLblog(in) Tittenfoto. Lecker!